Wie kommt eigentlich das “Bäumchen” in den Cappuccino?

Viva il Cappuccino! Nichts geht über eine feine Tasse Cappuccino. Noch besser schmeckt der Café-Klassiker, wenn ihn ein Barista macht und die Zubereitung mit dem “Bäumchen” krönt. Wie macht er das bloss?!

Ganz einfach, mit der richtigen Technik. Dabei giesst der Barista erhitzte Milch so in eine Tasse, dass sie in der Crema des Espressos aufströmt und damit Muster erzeugt. So einfach ist es dann doch nicht. Dafür braucht es nämlich Geschick und Übung.

Das wichtigste ist natürlich die passende Kaffeemischung. Für den Espresso  empfehlen wir unsere ONESTO-Kaffeemischung. Als Gefäss eignet sich am besten eine für Cappuccino typische, bauchige Tasse.

Die Zubereitung des Milchschaums ist eine Wissenschaft für sich. Ziel ist es, eine cremige, dichte, aber nicht zu feste Konsistenz des Milchschaums zu erhalten. Schon beim Aufschäumen der Vollmilch auf rund 65 Grad sollte darum die Luft durch „ziehen“, „rollen“ und „klopfen“ gleichmässig im Kännchen verteilt werden, damit grössere Bläschen verschwinden und die Konsistenz des Schaumes feiner und gleichmässiger wird. Es braucht viel Fingerspitzengefühl, bis man den “richtigen” Schaum für den Cappuccino hat.

Beim Einschenken wird die “kältere” Milch quasi unter den Espresso gespült, so dass die Milch eine Spur durch den dunklen Espresso zieht. Der Milchstrom im Espresso kann, wenn die unterspülte Milch am anderen Ende der Tasse wieder hochkommt, mit einer schwenkenden Bewegung so geleitet werden, dass das klassische Bäumchen-Muster entsteht. “Das Bäumchen” ist in der Welt der Baristas übrigens “das Blatt”. Beliebt sind auch andere Motive, wie das Herz oder die Tulpe – aber das überlassen wir lieber den Profis.

Tipp zum Üben: Damit Sie fürs Training keine wertvolle Milch verschwenden müssen, eignet sich Spülmittel hervorragend. Einfach ein paar Tropfen Spülmittel in kaltem Wasser aufschäumen lassen. Und dann “ziehen”, “rollen” und “klopfen”, bis die Bläschen gleichmässig verteilt sind.