Darum schmeckt handgerösteter Kaffee so viel besser

Wir rösten in der Seehalle Kaffee wie vor 100 Jahren. Und das schmeckt man mit jeder Bohne.

“Der Unterschied zwischen einer Hand- und einer Industrie-Röstung ist etwa der gleiche wie zwischen einer handgemachten Pizza im holzbefeuerten Steinofen und einer Tiefkühlpizza in der Mikrowelle”, erklärt Seehallen-Kapitän und Röstmeister Fox Hardegger den Unterschied. Denn Kaffee zu rösten braucht Zeit, Fingerspitzengefühl und Erfahrung.

In der Seehalle lassen wir uns Zeit für die perfekte Röstung. Die langsame Röstung gibt den Bohnen Zeit, alle Aromen aufzubauen und die Fruchtsäuren sowie Bitterstoffe abzubauen.

Wir rösten noch wie vor 100 Jahren und holen so das beste aus den ausgesuchten Spitzenbohnen aus doppelt zertifiziertem Anbau (Bio & Fairtrade) raus.

So funktioniert der Röstprozess: Bei der traditionellen Trommelröstung werden die noch grünen Bohnen unter stetiger Rührung bei einer Temperatur zwischen 180° und 200° Grad langsam geröstet. Gut Ding will Weile haben: Rund 20 Minuten dauert die Röstung, bis die Bohnen dunkelbraun sind. Wie lange genau, ist das Geheimnis eines jeden Röstmeisters, der für jeden Kaffee die richtige Röstkurve entwickelt hat. Nachdem die Bohnen den richtigen Röstgrad haben, werden sie mit Luft abgekühlt. Die schonende Luftkühlung garantiert eine natürlich langsame Abkühlung der Bohnen. Darum schmeckt der von Hand geröstete Kaffee so intensiv.

Im Vergleich: Industriell geröstete Kaffeebohnen werden während 2 Minuten auf bis zu 800 Grad erhitzt. So können sich gar keine Aromen entfalten, sondern es verbrennt die Bohnen bloss. Der Geschmack von verbrannten Röstaromen überdeckt alle anderen Aromen. Man schmeckt es nicht nur, man sieht es auch, wenn man eine solche Bohne öffnet. Innen ist sie meist noch grün, während sie aussen verbrannt ist. Die Schockkühlung durch Wasser zerreisst zusätzlich die Bohne, so dass wichtige ätherische Öle entweichen und nicht im Kaffee bleiben. Testen Sie mal!